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Ratgeber

Roomservice im Hotel: mehr Umsatz ohne zusätzliches Personal

Gäste bestellen abends oft bei externen Lieferdiensten, weil der hoteleigene Zimmerservice telefonisch schwer erreichbar ist. Ein digitaler Bestellprozess per QR-Code holt diesen Umsatz zurück ins Haus. Das funktioniert auch in der Spätschicht mit nur einer Arbeitskraft.

Bartłomiej Talar · CEO hotelspot 7 Min. Lesezeit ·
Ein Hotelgast liegt abends im Bett und bestellt über ein Smartphone das Abendessen, auf dem Nachttisch steht ein Aufsteller mit einem QR-Code

In Kürze

  • Gäste weichen abends auf Lieferando aus, wenn das Hotelmenü unzugänglich oder nur telefonisch bestellbar ist.

  • Ein digitaler Roomservice per QR-Code erhöht den durchschnittlichen Bestellwert um 15 bis 30 Prozent.

  • Ein kompaktes Abendmenü mit 8 bis 12 Positionen lässt sich von einer einzigen Person an der Bar zubereiten.

  • Die Bestellung per Smartphone überwindet Sprachbarrieren und entlastet die Rezeption in der Spätschicht.

Warum bestellen Gäste bei Lieferdiensten und nicht im Hotel?

Gäste wählen externe Apps, weil das hoteleigene Menü nach 21:00 Uhr oft nicht verfügbar ist oder eine telefonische Bestellung erfordert. Eine fehlende Mehrsprachigkeit der gedruckten Speisekarte im Zimmer verstärkt diese Entscheidung zugunsten bekannter Plattformen.

Laut dem Lieferando Report 2025 bestellt fast jede dritte Person zwischen 18 und 39 Jahren am späten Abend oder in der Nacht Essen. Wenn Ihr F&B-Angebot um 21:00 Uhr schließt, füllen externe Anbieter diese Lücke. Die Rezeption muss dann ortsfremde Lieferanten im Foyer koordinieren. Die Gäste verzehren anschließend Fremdspeisen im Zimmer und hinterlassen Verpackungsmüll.

Wie viel verliert das Hotel an einem einzigen Abend?

Ein Hotel mit 80 Zimmern verliert bei fünf entgangenen Bestellungen am Abend leicht 150 Euro Umsatz. Auf den Monat gerechnet entgehen dem Betrieb dadurch über 4.500 Euro im F&B-Bereich.

Die Margen im F&B-Bereich sind entscheidend für die Rentabilität des gesamten Hauses. Die Branchenplattform eHotelier berichtet im August 2026 , dass externe Liefer-Apps Provisionen von 15 bis 40 Prozent verlangen. Wenn Sie diesen Umsatz im Haus behalten, stärken Sie Ihre eigene Bilanz spürbar. Gleichzeitig steigen die Personalkosten für eine Ausweitung der Servicezeiten. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt ab dem 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde. Eine zusätzliche Fachkraft für die Spätschicht rechnet sich bei wenigen Bestellungen schlichtweg nicht.

Was muss im Prozess geändert werden, damit die Bestellung kein Telefon erfordert?

Der Prozess muss von der telefonischen Annahme auf eine digitale Bestellung per Smartphone umgestellt werden. Der Gast scannt einen QR-Code im Zimmer, wählt die Speisen aus und bezahlt direkt online.

Eine Studie von Oracle Hospitality aus dem Juni 2022 belegt den klaren Wunsch nach Self-Service. Demnach wollen 39 Prozent der Gäste den Roomservice über das eigene Telefon bestellen, 49 Prozent bevorzugen kontaktlose Zahlungen. Das System von hotelspot ermöglicht genau diesen Ablauf. Der Gast öffnet das Menü über den Aufsteller auf dem Nachttisch, ohne eine Gäste-App installieren oder ein Konto anlegen zu müssen. Die Zimmernummer ist bereits im Code hinterlegt. Die Bestellung landet direkt im G-commerce Manager an der Rezeption oder auf dem Tablet an der Bar.

Wie richtet man ein Abendmenü ein, das von einer Person bewältigt werden kann?

Ein effizientes Abendmenü beschränkt sich auf 8 bis 12 Positionen, die wenig Vorbereitungszeit benötigen. Dazu gehören Gerichte, die sich leicht aufwärmen, kalt servieren oder in wenigen Handgriffen anrichten lassen.

Die Hauptküche schließt regulär um 21:00 Uhr. Danach übernimmt eine Person an der Rezeption oder an der Bar den Zimmerservice. Der digitale Zimmerservice ist eine Technologie, die es Gästen ermöglicht, Speisen direkt über ihr Smartphone zu ordern. Die Software von hotelspot unterstützt unterschiedliche Öffnungszeiten pro Outlet. Sie können einstellen, dass die Küche bis 22:00 Uhr das volle Menü anbietet, die Bar aber bis 1:00 Uhr nur Snacks und Getränke verkauft. Das System zeigt dem Gast automatisch die aktuell verfügbaren Speisen an.

Telefon vs. QR-Code im Vergleich

Die Bestellung per QR-Code ist schneller, fehlerfrei und überwindet Sprachbarrieren, während das Telefon oft zu Missverständnissen und langen Wartezeiten führt.

Der Technologieanbieter IRIS hat im Dezember 2025 vier Millionen Bestellungen aus 2.000 Hotels analysiert. Die mobilen Bestellungen stiegen im Jahresvergleich um 42 Prozent. Die Wartezeit der Gäste verkürzte sich im Durchschnitt um 10 Minuten.

Kriterium

Telefonische Bestellung

QR-Code Bestellung (hotelspot)

Sprachen

Abhängig vom anwesenden Personal

Automatische Übersetzung in 34 Sprachen

Bezahlung

Auf die Zimmerrechnung

Online via Stripe, Apple Pay, Google Pay oder Zimmerrechnung

Bestellzeit

Warteschleife bei besetzter Rezeption

Sofortige Auswahl ohne Wartezeit am Smartphone

Fehlerquote

Hoch bei akustischen Missverständnissen

Minimal durch direkte Eingabe des Gastes

Personalaufwand

Bindet die Rezeption für mehrere Minuten

Bestellung erscheint direkt als Ticket auf dem Bildschirm

Wie misst man das Ergebnis nach 30 Tagen?

Sie messen den Erfolg anhand der Anzahl der Bestellungen nach 21:00 Uhr und der Veränderung des durchschnittlichen Bestellwerts. Zusätzlich prüfen Sie die Bearbeitungszeit und die Anzahl der abgelehnten Bestellungen.

Hoteleigene Daten zeigen deutlich, wo weiterer Optimierungsbedarf besteht. Laut eHotelier verzeichnen Hotels mit digitalen Bestellsystemen einen um 15 bis 30 Prozent höheren durchschnittlichen Bestellwert. Dieses Hotel-Upselling entsteht, weil Gäste am Bildschirm häufiger Extras wie Getränke oder Desserts anklicken. Vergleichen Sie nach einem Monat die Umsätze aus der Spätschicht mit dem Vormonat. Achten Sie auf die Stornierungsgründe, die in der Software bei Ablehnung automatisch in die Sprache des Gastes übersetzt werden. Buchen Sie eine kurze Präsentation mit hotelspot, um diesen Ablauf in Ihrem Haus zu testen.

Häufige Fragen

Wie viele Bestellungen kommen im Durchschnitt nach 21:00 Uhr rein? Das hängt stark von der Gästestruktur ab. In einem typischen Stadthotel entfallen oft 20 bis 30 Prozent des Roomservice-Umsatzes auf die späten Abendstunden. Bei Geschäftsreisenden ist dieser Anteil tendenziell höher.

Erhöht eine digitale Speisekarte den durchschnittlichen Warenkorb? Ja, Gäste bestellen am Smartphone visuell und ohne Zeitdruck. Bilder und automatische Empfehlungen für Beilagen steigern den Warenkorb erfahrungsgemäß um bis zu 30 Prozent.

Wie nehme ich Bestellungen an, ohne dass der Gast eine App installiert? Der Gast scannt einen QR-Code auf dem Nachttisch. Dieser öffnet direkt eine mobile Webseite im Browser des Smartphones, auf der die Zimmernummer bereits hinterlegt ist.

Was kostet ein digitales Bestellsystem für das Hotel? Die Preise für solche Systeme variieren je nach Funktionsumfang und Anbieter. Bei hotelspot beginnen die monatlichen Preise bei 249 PLN, was umgerechnet etwa 55 Euro entspricht.

Wie bezahlt der Gast bei einer QR-Bestellung? Der Gast wählt an der virtuellen Kasse zwischen der Abrechnung auf das Zimmer oder der direkten Online-Zahlung. Die Online-Zahlung erfolgt sicher über Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay.

  • Roomservice
  • F&B
  • Gäste-App

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